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April 24, 2024

Take a bite out of the peach tonight!

The Thai-Fish say Hello!

Hui! Ich sag’s euch, wie die Zeit verrinnt. Dicht an dicht reihen sich Textzeilen an Erleben und desto mehr ich erlebe, desto mehr Bock hab ich. Ja, Bock: Auf starke Reize, auf den Kick und vor Allem auf Intimität und Sex. Das ist ein bisschen abweichend zur gängigen Norm, die von Sexual- oder Paartherapeut:innen meistens in Sitzungen beobachtet wird. Mehr Stress = weniger Bock. Funny enough, dass es eigentlich bei allen meinen (vorwiegend weiblichen) Freund:innen genau umgekehrt ist. Aus einer Diskussion heraus, in der es darum ging, dass mein Partner und ich uns als heterosexuelles Paar manchmal so heteronormativ verhielten, hab ich meine schon lang offene Bisexualität reflektiert und mich geärgert, wie wenige Spaces es gibt, in denen Personen aller sexueller Orientierungen respektvoll zusammen feiern können (und nein: natürlich meine ich damit nicht, dass es nicht genauso auch rein queere Spaces braucht). Denn, wie ich neulich bei einer BDSM-Party wieder mal mitbekommen musste: bist du als queere Frau mit einer anderen Frau da, dann wirst du vorzugsweise von älteren Männern fetischistiert, wenn nicht sogar bedrängt (ohne Consent, versteht sich). Hallo: Was ist da los, meine kinky Fellows? Natürlich hat das nichts mit denen zu tun, die sich hier hoffentlich eh nicht angesprochen fühlen, sondern damit, dass viele Räume, die sich als Norm-abweichend betrachten, trotzdem Spiegelbilder von Normen sind. Sounds paradoxical, I know. Aber gewisse Leute checken da irgendwie nicht, dass abseits der großen (boohoo!) abweichende-sexuelle-Vorlieben-sind-Tabu-Norm, nicht bedeutet, dass wir alle gleich im selben sexpositiven Boot sitzen. No no, das Partriachat funktioniert da nämlich immer noch ganz gut. Kein Wunder also, dass ich in den letzten Jahren lieber in (zumindest zum gröẞeren Teil) queeren Spaces feiern war. Aber da wiederum wird es manchmal komisch mit meiner aktuellen heterosexuellen Beziehung, weil hä: Sei doch nicht so heteronormativ! Sehr weitgefasste Konklusio: Ich wünsche mir ein bisschen weniger partriachalen Schleim überall und eine gröẞere Reflektiertheit über Sexualität, die nicht nur von Frauen und queeren Menschen ausgeht, denn sorry: Das beginnt alles nicht erst an der Bettkante. Andererseits wäre ein bisschen weniger Dogmatismus zwischen queer hier und alles-heteronormativ-und-schlecht dort auch ganz nice. Und wenn ihr noch nicht habt, lest diese Bücher, sie waren zuletzt, eine sehr gute Begleitung.

Wollt ihr hier weiter diskutieren? Nur zu —> schreibt mir eine Mail oder empfehlt es anderen, die hier was zu sagen hätten:

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Wisch-Wisch-Wisch!

Passend zu meinem feministischen Aufruhr, geht’s auch in Zwischenräume #7 um … ähm … widersprüchliche Begegnungen und eine mir sehr liebe Person, Josefa Beil, die genau weiß, was sie will. Was das mit Tinder & Co. zu tun hat, erfahrt ihr hier!

<3

Filmische Resonanzen

Einige wissen es vielleicht, aber ich war diesen Monat tatsächlich auf Urlaub und deswegen bedeutend weniger im Kino. Drei kleine feine Filmempfehlungen bekommt ihr aber trotzdem:

Mit einem Tiger schlafen (Regie: Anja Salomonowitz)

Wie kann man das ergründen, wofür es noch keinen Ausdruck gibt? Und wie übersetzt man das in eine Bildsprache? Anja Salomonowitz’ Film Mit einem Tiger schlafen ergründet diese Fragen in verspielter Weise und kommt dabei den Ideen der Künstlerin Maria Lassnig überraschend nahe (meinen ganzer Text dazu ist bei ray erschienen).

Teaches Of Peaches (Regie: Judy Landkammer, Philipp Fussenegger)

„Teaches Of Peaches“ ist heute nicht nur deswegen spannend, weil es viele Diskurse über weibliche und queere Lust und Sexualität vorweggenommen hat, sondern weil es heute vermutlich nicht einmal halb so viel Aufsehen erregen würde, wie noch vor zwanzig Jahren. (Die ganze Review über den Film zur einmaligen “Teaches of Peaches”-Anniversary-Tour erscheint demnächst bei ray)

Sparschwein (Regie: Christoph Schwarz)

Christoph Schwarz hat Geld schon immer beschäftigt. Am meisten dann, wenn er es nicht hatte. Kein Wunder also, dass der Filmemacher gleich zusagt, als sich die Möglichkeit ergibt, vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk finanziert, ein Jahr lang einen „Klimastreik“ im Selbstversuch zu riskieren. Und natürlich entscheidet sich Schwarz für einen Protest mit dem kapitalistischen Symbol No.1: dem Geld.(Meine ganze Rezension erscheint demnächst bei ray)

Ja, gibt leider keinen Trailer zu dem Film :’(

Igeln mit Klasse!

Puh, da ist mehr als ein Monat vergangen und trotzdem hab ich weder den großen musikalischen Höhepunkt erlebt (ok, stimmt nicht ganz, dass Mine-Konzert in der Arena vorgestern war ein absolutes Highlight – Amen!), noch cineastisch besondere Schritte vorwärts gemacht. Dafür bin ich aber etwa seit zweieinhalb Wochen durchgehend halb-krank und so dazugekommen, das tolle Buch Anti-Girlboss: Den Kapitalismus vom Sofa aus bekämpfen von Nadia Shehadeh (übrigens auch vor nicht allzulanger Zeit Gästin bei den superduper Kollegen von Tristesse Toujours!) in zwei Tagen am Sofa durchzulesen. Dass meine Most-Listened-Playlist auf Tidal im letzten Monat das “Deep-Sleep”-Album an oberste Stelle ranked, erklärt alles, was diesen heisskalten April sonst noch nicht passiert ist. Also, lest ein paar Bücher, hört ein paar Podcasts und bei dem Igel-Wetter, bleibt mir nur mit Peaches zu sagen und so auch mit ihr zu enden – Nobody here can tell me they don't want to f*cky f*cky, also loo-oos let’s goo:

Ps. Mein passend-zum-Wetter April-Highlight in Parfum-Form:

With Greetings from my Irish Friends <3
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