Wir müssen wieder selbst ans Werk — ein Manifest
Liebe Leserin, lieber Leser,
Etwas kam auf, was ich nicht länger liegen lassen konnte. Nicht als Beobachtung, sondern als Alarm.
Wir haben vergessen, wie eine Zivilisation aufgebaut wird. Nicht durch Regeln, Import und moralisches Beruhigen. Sondern durch eigenes Machen, eigenes Tragen, eigenes Risiko. Und genau das haben die Niederlande und Europa in den letzten Jahrzehnten systematisch abgebaut. Erst wurde die Arbeit leichter gemacht. Dann durfte die Produktion weg. Dann wurde Abhängigkeit von China als Effizienz verkauft. Dann wurde jeder körperliche Beruf in Misstrauen gestellt. Und jetzt stehen wir mit einem industriellen Immunsystem, das zu schwach ist, um strategische Schläge aufzufangen.
In diesem Manifest schreibe ich auf, was ich vor Augen führen will — und was ich glaube, dass wir uns vor Augen führen müssen. Es ist kein Plädoyer für Leichtsinn. Es ist ein Plädoyer für Erwachsensein: eine Zivilisation kann nur vorankommen, wenn sie akzeptiert, dass Gefahr nicht verschwindet, sondern getragen wird. Von Menschen. Mit Händen. Mit Handwerk. Mit Disziplin.
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Eine Bitte — wenn Sie einen Menschen kennen, der in der physischen Welt noch wirklich etwas herstellt, repariert, baut oder organisiert, schicken Sie ihm das. Nicht um mich zu unterstützen, sondern weil gerade diese Menschen am härtesten abgeschrieben werden von einer Kultur, die Komfort mit Sicherheit verwechselt. Sie verdienen Status zurück, nicht Misstrauen.
Es gibt nichts anderes. Wir müssen wieder selbst ans Werk. Nicht später. Jetzt.
Mit herzlichem Gruß, Jacobus van Merksteijn Malta