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Trinkgläser Großhandel oder Direktimport aus China: Was sich wann rechnet
Trinkgläser Großhandel oder Direktimport: die kurze Antwort
Ob Trinkgläser Großhandel oder Direktimport aus China die bessere Wahl ist, entscheidet sich nicht am Stückpreis allein. Beim Großhandel zahlen Sie pro Stück mehr, dafür entfallen Mindestmenge, Frachtorganisation, Zollanmeldung und Lagerrisiko. Beim Direktimport sinkt der Stückpreis ab einer ausreichenden Abnahmemenge deutlich, dafür tragen Sie Bruchrate, Verpackungsaufwand, Landekosten und Kapitalbindung. Die praktische Grenze liegt dort, wo Ihre Jahresmenge groß genug ist, um die Fixkosten des Imports auf viele Stücke zu verteilen. Wer nur wenige Paletten pro Jahr braucht, fährt mit dem Großhandel meist günstiger. Wer regelmäßig große Mengen in gleichbleibender Qualität bezieht, kommt am Direktimport kaum vorbei.
Die Kalkulationsblöcke im Vergleich
Stückpreis und Mindestmengen
- Stückpreis: Im Großhandel liegt er über dem Fabrikpreis, weil Zwischenhandel, Lagerung und Inlandslogistik eingepreist sind. Beim Direktimport zahlen Sie den Fabrikpreis ab Werk.
- Mindestmengen: Der Großhandel liefert oft schon palettenweise. Beim Direktimport gilt eine produktabhängige Mindestmenge – bei Trinkgläsern liegt sie typischerweise bei ca. 1.200 Stück, produktabhängig.
- Muster: Vor der verbindlichen Order steht in beiden Wegen ein Muster. Beim Direktimport ist ein kostenloses Muster vor der verbindlichen Bestellung üblich.
- Materialnachweis: Trinkgläser sind Lebensmittelkontaktmaterialien. Verlangen Sie die Konformitätserklärung des Herstellers nach der Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004 [4].
Bruchrate, Verpackung und Transport
- Bruchrate: Glas ist bruchempfindlich. Wie hoch der Verlust tatsächlich ausfällt, hängt von Verpackung, Umschlag und Strecke ab. Kalkulieren Sie einen Aufschlag, statt mit null zu rechnen.
- Verpackung: Exportverpackung kostet Geld und Volumen. Gleichzeitig unterliegt Verpackung, die in der EU in Verkehr kommt, eigenen Anforderungen [1].
- Fracht und Zoll: Seefracht ist günstig, aber langsam; Luftfracht ist schnell und teuer. Dazu kommen Zollanmeldung und Abgaben nach dem Unionszollkodex [2].
- Incoterm: Ob FOB oder DDP entscheidet, wer Fracht, Versicherung und Zoll trägt [3]. DDP ist verfügbar – dann kommt die Ware fertig verzollt bei Ihnen an.
Lagerrisiko und Kapitalbindung
- Großhandel: Sie bestellen klein, binden weniger Kapital und können Mengen kurzfristig nachziehen.
- Direktimport: Sie bestellen größer und planen länger. Dafür liegen die Landungskosten über längere Zeit stabil.
Wann sich der Direktimport rechnet – und wann nicht
Der Direktimport rechnet sich, wenn …
- Sie regelmäßig dieselben Gläser in gleichbleibender Qualität brauchen.
- Ihre Jahresmenge deutlich über der produktabhängigen Mindestmenge liegt.
- Sie eigenes Branding oder eigene Verpackung wollen.
- Sie eine Vorlaufzeit von mehreren Wochen einplanen können.
Der Großhandel bleibt sinnvoll, wenn …
- Sie kleine Mengen oder wechselnde Sortimente brauchen.
- Sie kurzfristig liefern müssen.
- Sie kein Lager und keine Importabwicklung stemmen wollen.
- Ihr Bedarf schwer prognostizierbar ist.
Eine pauschale Ersparnis lässt sich nicht zusagen. Möglich ist je nach Produkt und Abnahmemenge eine Kostenersparnis von bis zu 60 %, typischerweise 0 % bis 60 % – gerechnet auf die Landungskosten, nicht auf den Listenpreis.
Als Österreichs führende China-Sourcing Agentur übernimmt DEFELLAS den kompletten Weg: Fabriksuche, Muster, Qualitätskontrolle, Branding, Fracht, Zoll und DDP-Lieferung. Sie haben einen deutschsprachigen Ansprechpartner, Vertragspartner ist ein österreichisches Unternehmen, und der Preis, den Sie zahlen, enthält bereits alles.
So gehen Sie vor
- Bedarf quantifizieren: Zählen Sie Ihren Jahresbedarf in Stück, aufgeschlüsselt nach Glastyp und Größe.
- Landungskosten rechnen: Fabrikpreis plus Verpackung, Fracht, Zoll, Bruchaufschlag und Lager. Nicht nur den Stückpreis.
- Mindestmenge prüfen: Klären Sie produktbezogen, ob Ihre Menge die Mindestmenge trägt.
- Muster anfordern: Prüfen Sie Wandstärke, Rand, Maßhaltigkeit und Spülmaschinenverhalten vor der Order.
- Incoterm festlegen: Entscheiden Sie bewusst zwischen FOB und DDP [3] und wer die Zollanmeldung [2] stellt.
- Qualitätssicherung planen: Legen Sie fest, wie Chargen geprüft werden und was bei Abweichungen passiert.
- Finanzierung klären: Maximal 50 % Anzahlung, Rest bei Lieferung.
Wenn Sie den Vergleich für Ihr Sortiment rechnen wollen: Details zur Kalkulation finden Sie unter Preise & Konditionen, den Ablauf unter Prozessübersicht. Für Betriebe mit regelmäßigem Glasbedarf lohnt der Blick auf unsere Lösung für Gastronomie. Sprechen Sie uns direkt an: Kontakt.
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Angebot anfordernQuellen
- Europäische Kommission – Verpackungen und Verpackungsabfälle (abgerufen am 24.09.2026)
- Unionszollkodex – Verordnung (EU) Nr. 952/2013 (abgerufen am 24.09.2026)
- ICC – Incoterms 2020 (abgerufen am 24.09.2026)
- Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 über Lebensmittelkontaktmaterialien (abgerufen am 24.09.2026)