Ich bin's, Alper
Hi!
Ich bin's, Alper, und ich glaube, es ist ein bisschen weird, dass du von mir eine E-Mail bekommst. Ich weiß gar nicht, ob ihr das je vorher schon mal gehabt habt, einfach ne E-Mail zu bekommen von nem Freund von euch.
Ich schreibe die Nachricht hier an mehrere Leute, das heißt nicht nur an dich, sondern an euch. Ich weiß noch gar nicht, ob man hier in so einer runden E-Mail jemanden duzen soll oder lieber im Plural sprechen soll. Keine Ahnung, wie man so was macht. Aber ich mach es einfach mal.
Worum geht es überhaupt? Eigentlich so viel. Ich habe so viel in meinem Kopf, möchte so viel und will so viele Dinge machen. Aber im Endeffekt wollte ich euch einfach mal ein kurzes Update geben, was ich hier so mache. Ich habe die letzten Monate viel erlebt und ich glaube, das ist eine schöne Art und Weise, in Kontakt zu bleiben.
01 Warum eine E-Mail?
Wie ihr wisst, habe ich kein Social Media. Ich habe gar nichts. Ich habe WhatsApp, ich habe WeChat und ich habe LinkedIn. Und selbst auf WhatsApp könnt ihr mich nicht gut erreichen. Ich tausche nicht mal Nachrichten aus. Das Einzige, worüber man mich wirklich erreicht, sind Telefonate.
Ich würde schon sagen, ich habe so eine latente Medien-Sucht, verbringe meistens zu viel Zeit vor dem Bildschirm, vor allem YouTube ist ganz, ganz schlimm bei mir. Deswegen blocke ich eigentlich alles weg. Mein Ziel ist, dass ich mein Handy und meinen Laptop eigentlich immer nur als produktive Tools benutze, die mir und meinem Leben tatsächlich helfen.
Gleichzeitig bin ich ein sehr sozialer Mensch. Ich liebe Menschen und sozialen Kontakt eigentlich über alles. Aber ich merke einfach: über die vielen Jahre habe ich sehr häufig Orte gewechselt. Ich habe in Peking gelebt, war dann wieder in Aachen, war in Hamburg, war in Shenzhen, und habe noch Freunde aus meinem Erasmus in Prag, mit denen ich immer noch in Kontakt bin. Mein Freundeskreis hat sich global sehr stark verteilt, und das führt häufig dazu, dass die Wege im Leben auseinander gehen.
Ich fühle mich aber (und ich weiß nicht wie es anderen Leuten geht, vielleicht habe ich das sogar stärker als andere) selbst wenn ich mit Leuten jahrelang nicht in Kontakt war, trotzdem immer noch sehr connected. Selbst wenn ich mit denen wirklich ein paar Jahre nicht geredet habe, werde ich in Gesprächen trotzdem sagen: "Das ist ein guter Freund von mir." Ich fühle mich einfach sehr connected mit Menschen und das sehr schnell und sehr tief. Das finde ich sehr schön.
Ich sehe den Benefit von Social Media schon ein bisschen, dass du grob siehst, was Leute machen, und deine Freunde auf deine Reise mitnehmen kannst. Das finde ich zwar nice, aber Instagram etc. mag ich trotzdem absolut gar nicht. Der ganze Content fühlt sich maximal künstlich an.
Deswegen hatte ich damals vor drei Jahren, als ich in China war, einen Spotify-Podcast gestartet. Falls ihr den noch nicht angehört habt, hier ist nochmal ein Link dazu: https://open.spotify.com/show/6bFgx4SUDaeYon1men2Niv?si=yDjBwiKnRySkmxuMP8PCLA
Das sind ganz alte Folgen, den hatte ich nur ein paar Wochen gemacht. Mein Grundgedanke damals war: Viele von euch haben mir geschrieben: "Hey Alper, wie ist China?" Immer diese eine Frage. Und ich habe immer die gleiche Antwort gegeben, immer die gleiche zwei-Minuten-Sprachnachricht, mindestens 20 mal genau so geschickt. Da habe ich mir gedacht: Komm, vielleicht geht es ein bisschen besser.
Ich wollte, dass ihr nicht so eine generische Sprachnachricht bekommt, sondern wirklich viel über mein Leben lernt, im Detail. Dass ihr die Leute kennenlernt, viel über meine Eindrücke lernt. Das kriegt ihr viel besser hin, wenn ihr eine Stunde ein Gespräch mithört, als wenn ihr eine zwei-Minuten-Sprachnachricht bekommt.
Die Idee und die Inspiration kam damals von Simon (guter Junge!). Er hat einen richtigen Podcast (nicht so wannabe wie meiner), der über 100 Episoden geht, karo.life.podcast heißt der. https://open.spotify.com/show/2tlKZMz8M5sGWJ8RUEEL8x Generell ist der Typ sehr inspirierend, hat super viel Energie. Ich hab es direkt am nächsten Tag umgesetzt, weil ich wusste: wenn ich es nicht jetzt mache, dann mache ich es nie.
Genau das Gleiche war jetzt mit diesem hier. Ein anderer Kumpel von mir, Aaron, hat einen Newsletter gestartet. Ich hab heute das erste Mal seine Mail bekommen und war so: boah, das ist so cool! Der ist auch wie ich in Asien unterwegs und versucht sein eigenes Ding zu bauen. Und ich dachte mir: komm, mach ich auch. Ich habe diese Idee auch schon häufiger gehört, von Freunden, die das schon vor drei Jahren gemacht haben — einfach mal jeden Monat oder jedes Quartal einen kleinen Brief schreiben.
Stell dir vor, das hier ist ein persönlicher Brief. Ich weiß, dass es sehr ungewöhnlich ist, eine E-Mail zu bekommen. Ich hätt's auch auf WhatsApp schicken können, aber nee, eine E-Mail hat was Persönlicheres. Es ist sehr intentional, da steckt ein bisschen mehr Gedanken dahinter.
Wenn du diese E-Mail bekommst, dann bist du einer der ausgewählten Leute, an die ich mich besonders verbunden fühle und wo ich glaube, dass euch das interessiert, was ich hier erzähle.
Ich kenne mich: Mein Kopf hat tausende Ideen und ich liebe es, Ideen zu haben. Ich bin sehr chaotisch als Mensch. Deswegen nutze ich dieses kleine wertvolle Zeitfenster, wo ich gerade voll begeistert bin, und setze es einfach um. Wenn ich es jetzt nicht mache, dann wird mein nächstes Fenster wahrscheinlich erst so in sechs bis 36 Monaten sein. Vielleicht bleibt es nur bei einem Mal. Vielleicht kommt es häufiger. Das ist nicht so wichtig.
02 Wie ich nach Shenzhen gekommen bin
Erst mal kurz die Basics. Ich bin letztes Jahr mit meinem Studium fertig geworden. Ich hatte einen Doppelmaster gemacht, anderthalb Jahre in Peking an der Tsinghua University, Wirtschaftsingenieurwesen, von Oktober 2022 bis März 2024. Dann wieder zurück nach Aachen an die RWTH, und sagen wir mal Juni 2025 habe ich meinen Abschluss bekommen.
Im Juni war ich auch nochmal in Peking für meine Abschlussfeier, unter anderem mit Simon und mit Jakob. Jakob hatte auch mit mir in Peking studiert und danach seinen PhD an der Tsinghua angefangen, aber am Campus in Shenzhen. Shenzhen ist direkt in der Nähe von Hongkong.
Wir hatten bei der Graduation in Peking das erste Mal nach über einem Jahr wiedergesehen. Ich war überrascht, wie viel Muskelmasse der Junge aufgebaut hat, vorher schlank und jetzt unnormaler Schrank geworden. Wir hatten eine schöne Zeit, waren dann noch zusammen in Usbekistan reisen.
Ich bin aus Usbekistan in Aachen gelandet, wirklich angekommen, direkt am ersten Tag: "Boah, gar keinen Bock!" Ich habe die Stadt schon viel zu sehr gesehen, seit über 20 Jahren. Ich bin da geboren, aufgewachsen, hab da studiert. Es war ein bisschen zu viel Zeit.
Ich bin wirklich noch am gleichen Tag ins International Office der RWTH gelaufen. Dritter Stock, zu den China-Koordinatoren. Ich hab gehört, dass Jakob in Shenzhen ist und dass es ihm gut geht. Peking hatte ich auch schon genug gesehen. Aber ich erinnerte mich an meine Zeit in China, die war so unnormal nice.
Ich mach die Tür auf und das Allererste, was ich sage: "Könnt ihr mich an die Tsinghua in Shenzhen schicken?"
Ich bin da sehr naiv reingegangen, dachte es eher als Witz. Was dann aber passiert ist: René, der da im Office saß, hat mich angeguckt und meinte: "Ja bitte, auf jeden Fall!" — mit großen Augen und super überzeugt. Ich war selber voll überrascht.
Die RWTH hat seit fünf Jahren einen Vertrag mit der Tsinghua in Shenzhen, und seit fünf Jahren haben sie da keinen hingeschickt. Die schämen sich ein bisschen. René meinte dann: "Es gibt sogar ein Stipendium. Das kann ich dir direkt anbieten. Das kennt keiner."
Die einzige Bedingung war ein Supervisor an der RWTH und einer an der Tsinghua, die mir einen Zettel unterschreiben. Über mein Netzwerk an den Instituten, wo ich eh schon insgesamt über fünf Jahre gearbeitet habe, war das kein Problem. In China habe ich meinen alten Professor aus Peking, den ich eine Woche vorher noch gesehen hatte, schnell eine WeChat-Nachricht geschickt: "Hast du einen Professor für mich in Shenzhen, der mich hosten kann?" Zwei Nachrichten hin und her. Professor Zhang Cangrong: sehr lieber Typ, sehr entspannt, sehr nerdy, liebt mathematische Formeln. Er hat sofort den ganzen Visumsprozess für mich erledigt. Innerhalb von zwei Wochen war alles geklärt. Ich hatte mein Visum und ein Stipendium in der Hand, das mir 7.000 € mitgab, die mich ein halbes Jahr über die Runden bringen würden.
Also: Ich lande aus Usbekistan, gehe aus Jux und Tollerei ins International Office, frage einfach mal nach, denke mir überhaupt nicht, dass es realistisch ist — und zwei Wochen später habe ich das Visum in der Tasche und 7.000 € mehr und es geht ab nach Shenzhen.
Das hätte ich mir selber nicht vorstellen können, aber so bin ich nach Shenzhen gekommen.
03 Warum genau Shenzhen?
Es gab eigentlich drei Gründe, warum ich nach Shenzhen wollte:
Erstens: Ich wollte mehr Zeit haben, um an meinem eigenen Projekt zu arbeiten. Seit Jahren interessiert es mich, mein eigenes Unternehmen zu gründen, und ich wollte unbedingt weiter dran arbeiten.
Zweitens: Ich brauchte Geld, das meine Lebenshaltungskosten finanziert.
Drittens: Ich wollte nicht mehr in Aachen sein. Da ist mir die Decke irgendwann auf den Kopf gefallen.
Mit der Tsinghua in Shenzhen kam das alles zusammen. Coole Stadt, Lebenshaltungskosten gedeckt, und 100 % meiner Zeit zur Verfügung. Keiner, der mir vorschreibt, was ich machen muss.
Übrigens: Ich war damals vor zwei Jahren kurz für drei, vier Tage in Shenzhen, in einem Hostel in OCT Loft; das ist so ein super schönes Kunstviertel mit Cafés und Kunstausstellungen, sehr grün. Ich dachte damals: Das ist meine Traumstadt! Stellt sich raus: Das war nur ein kleines Viertel. Shenzhen hat auch viele Copy-Paste-Betonblöcke. Aber trotzdem, Shenzhen ist sehr cool. Hier könnt ihr euren Kaffee mit einer Drohne bestellen, dann kommt der geliefert, ohne irgendjemanden. Also das hier ist schon ein paar Sachen echt Future.
Ich empfehle euch, mal herzukommen.
04 Was ich hier mache
Ich bin seit sechs Monaten hier und habe viel Zeit damit verbracht, Dinge auszuprobieren. Ich hatte das Privileg, ein halbes Jahr lang auf einem Stipendium zu sein, das meine Lebenshaltungskosten bezahlt hat.
Kurze Vorgeschichte: Ich hatte schon seit drei, vier, fünf Jahren latent Interesse daran, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Mal was Kleines ausprobiert, dann doch nicht, dann ja, dann nein. Till, Sascha und Nick werden sich noch an Startup Launchpad erinnern. Oder damals in Hamburg, wo ich überlegt hab eine Plattform für Übersetzer zu machen, weil ich bei meinen Eltern gesehen habe, dass man da noch Workflows digitalisieren kann. Oder wo ich mit Paul kurz überlegt hatte, so ne Art "Patreon/Stammkundensystem" für lokale Shops zu bauen (ich hatte die Idee damals in nem Tiktok Video gesehen).
Im Januar 2025 hatte ich dann mit Tomas zusammen ein richtigeres Projekt gestartet. Tomas ist ein Kumpel von mir, Computer-Scientist, hatte einen coolen Algorithmus gebaut. Wir waren so: "Hey, lass uns mal probieren, das zu einem Startup zu machen". Das war bisher mein ernstzunehmendster Versuch Richtung Unternehmensgründung. Es hat Spaß gemacht, wir haben viel gelernt, aber nach sechs bis neun Monaten ist das Projekt ausgelaufen, weil das Leben nach dem Studium andere Prioritäten mit sich gebracht hat.
Dann war ich hier in Shenzhen, halbes Jahr Zeit, neu anfangen. Ich bin in meinen Gedanken nochmal durch Gespräche gegangen, die ich mit Leuten hatte, und habe nach Problemen gesucht. Denn eine Sache, die ich aus dem letzten Projekt gelernt habe: Starte mit einem realen Problem und entwickle darauf eine Lösung. Entwickle nicht eine Lösung und versuche darauf ein Problem zu finden. Das funktioniert nicht gut.
Und ich erinnerte mich, dass Paul sich super aufgeregt hatte über einen bestimmten Workflow. Er meinte: "Alper, erfind mir bitte eine KI, die Gesetze liest, weil ich muss die ganze Zeit Gesetze lesen und das ist so scheiße." Er war wirklich sehr emotional drüber; und das war ein gutes Signal.
Im Endeffekt gibt es einen sehr kleinen, spezifischen Workflow für Anwälte und für Leute wie Energieberater, Arbeitssicherheitsberater und so weiter. Dieser Workflow wird sehr häufig gemacht und ist super manuell. Ich baue eine Software, die den Prozess digitalisiert und damit 90 % der Arbeitszeit spart. Was vorher einen Tag dauert, braucht noch eine Stunde.
Und ich bin überrascht, wie weit ich gekommen bin:
Ich habe mit insgesamt über 60 Kunden gesprochen. Ich habe einen tollen Mentor, einen Professor, der mein Projekt unterstützt und begeistert ist (Uwe bester Mann). Ich habe erste reale Kunden, die mit mir Piloten machen wollen und bereit sind, Verträge zu unterschreiben. Das ist super spannend; und auch ein bisschen angsteinflößend, auf einmal reale Verträge.
Ich habe so viel gelernt: wie man Software entwickelt, wie man GitHub benutzt, was Lead Management ist, welche Unternehmensrechtsformen die richtigen sind, wie man eine Website baut, sich eine eigene Domain kauft, eine eigene E-Mail-Adresse einrichtet, was ein CRM-System wirklich ist, wie man eine gute Landingpage aufbaut. Ich habe noch lange nicht alles gelernt und sicher auch vieles nicht perfekt gemacht.
Ich habe es auch entspannt genommen. Häufig so vier Stunden am Tag daran gearbeitet, die restliche Zeit habe ich es mir hier gut gehen lassen.
Was mich am meisten begeistert: Mein ganzes Studium, meine ganze Karriere lang habe ich nur PowerPoint-Folien und Excel gemacht, aber nie wirklich was gebaut. Jetzt verbringe ich manchmal zehn, zwölf Stunden am Laptop und bin nur am Programmieren. Es macht so viel Spaß und macht no joke manchmal echt krass süchtig. Vor allem heutzutage mit KI geht das sehr einfach.
Ich lege mich ins Bett und kann nicht schlafen, weil mir neue Produkt-Features durch den Kopf gehen. So ein Gefühl hatte ich sehr, sehr lange nicht mehr. Vor allem hatte ich das fast noch nie, als ich PowerPoint-Folien gebaut habe für abstraktes Zeug, das sehr weit davon entfernt war, tatsächlich Mehrwert zu liefern.
Hier merke ich: Ich baue etwas, zeig es einem realen Kunden, und er sagt: "Alper, du hast das Problem richtig verstanden. Ich habe mich schon lange nach sowas umgeguckt. Ich kann sowas selber nicht bauen. Ich würde das unbedingt gerne weiter probieren." Das kickt richtig, richtig heftig. Ich denke an ein neues Feature und einen Nachmittag später ist es da und fertig.
KI hat mir da sehr viel Selbstbewusstsein gegeben. Programmieren war meine größte Schwäche, das was mich am meisten zurückgehalten hat. Es ist als wäre ich die ganze Zeit blind gewesen, und jetzt kann ich sehen auf einmal. Das kommt wirklich anders, weil du tatsächlich was Reales baust und nicht einfach nur ein totes Objekt wie eine paar PowerPoint-Slides.
Ich kann es euch jedem nur empfehlen: Probiert es aus. Mit KI heutzutage könnt ihr sehr einfach sehr gute Dinge programmieren. Ihr werdet selber überrascht sein.
Selbst wenn es mit dieser Business-Idee nichts wird: kein Problem. Dann kommt die nächste. Mein Ziel ist nicht, dass es riesig wird. Mein Ziel ist, einen entspannten Lifestyle aufzubauen, wo ich flexibel bin, wo ich mir um Geld nicht viele Sorgen machen muss und gleichzeitig viel Erfüllung finde. Und was ich vor allem daraus mitnehme, sind die Skills und das Selbstbewusstsein, dass ich selber was bauen kann, das realen Mehrwert gibt und real Geld verdient.
Wenn ihr Interesse habt, kann ich euch nochmal viel, viel mehr dazu erzählen.
05 Wie es weitergeht
Mein Stipendium ist ausgelaufen, und dadurch gehe ich jetzt so langsam wieder Richtung Deutschland. Ich muss zumindest für zwei, drei Monate zurück. Ich möchte nicht in Aachen sein, da fällt mir die Decke auf den Kopf. Aber in Hamburg gibt es eine schöne Möglichkeit. Meine alte Bude aus 2021, wo ich damals für mein Praktikum hingezogen bin. Da war zwischenzeitlich meine Schwester drei Jahre drin, die zieht jetzt aus, und die Wohnung übernehme ich. Ab April oder Mai bin ich da.
Die allergrößte Frage ist die Finanzierungsfrage: Ich bewerbe mich auf Startup-Stipendien, die meine Lebenshaltungskosten weiter decken können. Gleichzeitig gucke ich auch nach Remote-Teilzeit-Jobs, so für zwei Tage die Woche. Je nachdem, wie sich das entwickelt, schaue ich dann nochmal, ob es mich wieder zurück nach Asien treibt oder ob ich länger in Deutschland bleibe. Viele Fragezeichen, viel spontan, "go with the flow", viele Optionen offen halten. Das ist sehr schön, kann aber auch ein bisschen stressig sein.
06 Was ich von euch will
Lasst mir eure Gedanken und Eindrücke da. Meldet euch gerne mit eurem Feedback. Wie findet ihr das? Möchtet ihr so etwas weiter bekommen? Was wollt ihr sonst noch von mir hören?
Habt ihr Gedanken zu irgendwas, was ich hier geteilt habe? Geht es euch genauso? Seht ihr irgendwas, das ihr genauso seht, oder ganz anders?
Schreibt mir Antworten einfach auf diese E-Mail. Oder schickt mir eine WhatsApp-Sprachnachricht. Oder zieht euch nen Termin für uns beide, wo wir das gerne nochmal in Person weiterreden.
Falls ihr in den nächsten Monaten in Hamburg oder in Deutschland seid: Lasst uns sehen, one on one. Wenn nicht: Hier ist ein Link, da könnt ihr euch einfach ein Telefonat bei mir buchen. cal.eu/alper-avci/personal-call
Und hier könnt ihr Mittag essen, einen Kaffee, ein Abendessen oder ein Bierchen mit mir buchen: cal.eu/alper-avci/personal-meet
Wenn es Leute gibt, wo ihr sagt, die sollten unbedingt diese E-Mail auch bekommen, sagt mir gerne Bescheid. Von vielen hab ich auch einfach gar keine E-Mail Adressen am Start. Ich habe das hier trotzdem nur an einen sehr kleinen Kreis geschickt. Wenn du das hier liest, mag ich dich wahrscheinlich sehr.
Bis dahin, lasst euch gut gehen. Ich hab euch ganz doll lieb.
Alper
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P.S. Diese Idee kam mir um 0:30 Uhr. Mein Schlafrhythmus ist ein bisschen wie ein Vampir. Ich habe das hier um 3:20 Uhr fertig runterverfasst, bin über den Campus gelaufen, meine Beine tun maximal weh, aber ich wollte das unbedingt heute noch fertig machen, damit es nicht bei mir 3 Jahre lang verstaubt.
Update 1: 05:00 Uhr - das Ding ist so gut wie fertig und ich hoffe ich klick in den nächsten Minuten auf "Senden", drückt mir die Daumen
Update 2: 01:00 Uhr (Folgetag) - ich wollte dann doch lieber schlafen gehen. hab das ding jetzt aber fertig poliert und klicke auf Senden. danach noch nen thunfisch onigiri von lawson fetzen und ab in die heia (oder wie auch immer man das schreibt).