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November 18, 2025

CO₂-Budget & COP30, Spendenkampagne, 370 neue Landkreis-Dashboards

Die COP30 in Belém, Brasilien, startet gerade in die zweite, politisch spannende Woche. Anlässlich der Weltklimakonferenz haben wir mit neuen Daten des Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) einen aktualisierten Blick auf Deutschlands verbleibendes CO₂-Budget geworfen. Zusätzlich haben wir weiter an unseren regionalen Klimadashboards gearbeitet: neben Gemeinden sind Daten zu Energie, Mobilität und Emissionen jetzt auch für mehr als 370 Landkreise & Bezirke verfügbar – für Deutschland und Österreich.

12.437€ von 20.000€ gesammelt
In Zeiten von Desinformation sind Daten & Fakten für die Klimawende wichtiger denn je. Mit mehr als 13.000 regionalen Klimadashboards haben wir 2025 unser bisher größtes Projekt veröffentlicht. Unsere Visualisierungen werden von der Zeit im Bild, von CORRECTIV, vom STANDARD und in Schulbüchern und TED-Talks verwendet.

Unser gemeinnütziger Verein setzt mit vergleichsweise kleinem Budget große Projekte um. All unseren Code, Daten und Finanzen legen wir für die Allgemeinheit offen. 2026 möchten wir weitere Arbeitsplätze schaffen, um mehr Tempo & Fakten in die Klimawende zu bringen. Unterstütze unseren Datenaktivismus mit einer Spende.

In Österreich ist deine Spende von der Steuer absetzbar. Mehr als die Hälfte unseres Spendenziels für dieses Jahr haben wir schon erreicht – vielen Dank für deine Unterstützung


Screen-Recording der CO2-Budget-Seite
Unsere Scrollytelling-Visualisierung fürs deutsche CO2-Budget

CO₂-Budget: Realitätscheck für deutsche Klimapolitik

Deutschland verhandelt als Teil der EU gerade zu vielen Themen auf der COP30 in Brasilien: etwa zur Konkretisierung des Ausstiegs aus fossiler Energie, zur Anpassung an den Klimawandel oder der internationalen Klimafinanzierung. Und gerade zum letzten Punkt ist eine Frage relevant: wie groß ist Deutschlands Verantwortung für den Klimawandel? Wie viele Treibhausgase hat Deutschland seit Beginn der industriellen Revolution ausgestoßen? Und wie viele Treibhausgase dürfen wir noch ausstoßen, ohne völkerrechtliche Abkommen zu verletzen?

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat anlässlich von Verfassungsbeschwerden am Bundesverfassungsgericht eine Stellungnahme mit aktualisierten CO₂-Budgets vorgelegt. Wir haben die Zahlen in einer interaktiven Scrollytelling-Visualisierung aufbereitet. Es zeigt sich: Deutschland hat seine CO₂-Budgets für das 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Abkommen bereits aufgebraucht.

Scrollytelling-Visualisierung ansehen

Das bedeutet: Deutschland muss jetzt verstärkt andere Länder bei der Erhaltung ihrer Klimaziele unterstützen, unter anderem über den Weg der internationalen Klimafinanzierung. Und die Verbesserung und Einhaltung von nationalen Klimazielen muss oberste Priorität haben. Denn wie der SRU ebenfalls kritisch anmerkt: die Novelle des deutschen Klimaschutzgesetzes, mit der u.a. verbindliche Sektorziele abgeschafft wurden, macht die Erreichung der europäischen und nationalen Klimaziele voraussichtlich schwieriger.

Auf der COP30 in Brasilien geht es unter anderem um die Baku-to-Belém-Roadmap, die als Ziel die Erhöhung der internationalen Klimafinanzierung hat. Mittlerweile ist auch Bundesumweltminister Carsten Schneider vor Ort und wird die Verhandlungen der deutschen Delegation in dieser zweiten Woche leiten. Während, wie auch von UN-Generalsekretär António Guterres bei der Eröffnung angemerkt, die – zumindest temporäre – Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze mittlerweile als gesichert gilt, ist es dennoch notwendig, mit vereinter globaler Anstrengung die Welt von dem aktuellen Pfad von 2,6 Grad Erderhitzung auf einen Paris-kompatiblen Pfad zu bringen.

»[...] too many people are losing hope that their leaders will act. We need to move faster – and move together. This COP must ignite a decade of acceleration and delivery.«

– António Guterres, UN-Generalsekretär


Mehr als 370 neue Landkreis-Dashboards

Wir haben unzählige Rückmeldungen auf unsere regionalen Klimadashboards erhalten, Städte und Gemeinden in Österreich und Deutschland besucht und arbeiten bereits an neuen Visualisierungen, in enger Zusammenarbeit mit den Regionen. Eine Frage kam dabei häufiger als alle anderen: Warum nur für Gemeinden? Wann gibt es Klimadashboards für Landkreise und Bezirke? Die Antwort: ab sofort gibt es auch Visualisierungen mit aggregierten Daten zu Energie, Mobilität und Emissionen für alle Bezirke in Österreich und Kreise in Deutschland. In den nächsten Monaten werden weitere Visualisierungen fertiggestellt, um noch mehr Werkzeuge für die lokalen und regionalen Transformationen zur Verfügung zu haben. Hier geht’s zu den Landkreis-Dashboards für Deutschland und Bezirks-Dashboards für Österreich.


Wir sind überzeugt: Daten & Fakten zugänglich zu machen, das bleibt wichtig. Viele Themen, die zentral für die Erreichung der Klimaziele sind, würden von mehr tagesaktueller Einordnung profitieren. Wie steht es zum Beispiel um den Ausbau der Speicherkapazitäten? Welche Gemeinde versiegelt im Vergleich am meisten? Welche Region nutzt das Potential für unterschiedliche Energieträger am besten aus? Viele Fragen, auf die das Klimadashboard noch Antworten liefern möchte. Aber dafür brauchen wir deine Unterstützung. Wir freuen uns über deine Spende!

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Reminder: wenn du in Österreich ansässig bist, melden wir deine Spende automatisch ans Finanzamt, denn deine Spende an uns ist steuerlich absetzbar.

Bei Fragen, Feedback, Ideen – gern einfach auf diese E-Mail antworten. Wir freuen uns, von dir zu hören.

Liebe Grüße,
Team Klimadashboard


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